Topteam Arnoldsweiler kommt – Interviews mit Züll und Manteuffel

Am Ostermontag ist das Top 3 Team Viktoria Arnoldsweiler um 15:30 zu Gast in der Kloska-Arena.

Nach der Hinrunde war Arnoldsweiler noch auf Augenhöhe mit Hennef und Wegberg-Beeck und beantragte auch die Lizenz für die Regionalliga. Nach 4 Niederlagen und einem Remis und lediglich 2 Siegen in der Rückrunde ist der Traum von der Regionalliga aber (zunächst) geplatzt.

Für den SVN geht es nach der deutlichen 6:1 Niederlage gegen Bergisch-Gladbach wieder darum Fuß zu fassen und die Defensive wieder zu stabilisieren. Lediglich beim 1:0 Sieg in Brühl und beim 1:1 gegen Alfter stand man hinten gut. Ansonsten gab es immer zwischen 4 und 6 Gegentoren.

Das Hinspiel konnte Arnoldsweiler knapp mit 3:2 gewinnen. Vielleicht gelingt dem SVN ja dieses Mal eine Überraschung.

Der Verein und die Mannschaft wünschen sich, auch wenn es sportlich nicht gerade gut läuft, weiterhin die bislang gute Unterstützung der Zuschauer.

Ein familiären Osterausflug am Montag zur Kloska-Arena sollte sich allemal lohnen. Um 13:15 Uhr findet das Kreisliga A Spitzenspiel zwischen dem SV Nierfeld 2 und Verfolger BC Bliesheim statt. Im Anschluß dann die oben genannte Mittelrheinliga Partie zwischen Nierfeld und Arnoldsweiler.

Für das leibliche Wohl ist wieder einmal bestens gesorgt. Und wer weiß, ob es jemals wieder Fußballspiele auf diesem Niveau in der Eifel geben wird.

Derweil beschäftigt auch die Presse die sportliche Zukunft des SVN.

Interviews mit Trainer Züll und Spieler Olli Manteuffel:

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presseQuelle: Kölnische Rundschau

„Wir stehen wieder auf“

Trainer Achim Züll hält für den SV Nierfeld die Landesliga wesentlich attraktiver

Macht Ihnen der Trainerjob zurzeit eigentlich Spaß?

Ich mache keinen Hehl daraus, dass es momentan eine schwere Zeit für mich ist und ich oft eine Faust in der Tasche machen muss. Doch man darf bei allem auch nicht vergessen, wo der Verein herkommt und dass es nicht immer aufwärts gehen kann. Wir werden definitiv wieder aufstehen, allerdings muss sich in der nächsten Saison einiges ändern.

Was meinen Sie konkret?

Der Charakter eines Spielers zeigt sich immer in der Niederlage. Im Laufe dieses Jahres sind einige Sachen passiert, die ich mir gemerkt habe und die sich nicht mehr wiederholen dürfen. Mit den betreffenden Leuten werden der Vorstand und ich ganz unmissverständliche Gespräche führen, anderenfalls muss man sich voneinander trennen.

Welche persönlichen Erfahrungen haben Sie darüber hinaus gesammelt?

Durch den Wegfall der Oberliga ist das Niveau der Mittelrheinliga im Vergleich zu unserem ersten Aufstieg vor zwei Jahren noch einmal gestiegen. Wenn du keine 20 Topleute im Kader hast, besitzt du kaum eine Chance, die Klasse zu halten – schon gar nicht dauerhaft.

Skizzieren Sie mal die Möglichkeiten Ihres Vereins in Relation zur Konkurrenz.

Unter Berücksichtigung der Etats der Mitbewerber muss man klar feststellen, dass wir in die Liga nicht reingehören. Selbst ein Klub wie Merten, der mit uns zusammen aufgestiegen ist, konnte in der Winterpause noch einmal investieren und einen ehemaligen Profi (Rolf-Christel Guie-Mien, Anm. d. Red.) verpflichten. Trotzdem wird es für sie ganz knapp.


Generell bietet der Standort Eifel nicht gerade optimale Voraussetzungen, oder?

Unsere Randlage ist ein gewaltiger Nachteil. Dies fängt schon bei den Auswärtsfahrten an. Man ist ja mit dem Flugzeug schneller am Ballermann als mit dem Bus in Windeck oder Wegberg. Auch der Zuschauerzuspruch bei Heimspielen ist insgesamt mehr als enttäuschend, viele vermeintlich lukrative Gegner bringen so gut wie keine Anhänger mit.


Ist die Landesliga der attraktivere Wettbewerb?

Ja, weil hier die Entfernungen geringer sind und auch das eine oder andere Derby die Fans anzieht. Den Anforderungen in der Landesliga können wir auch besser gerecht werden, wenngleich das Erreichen des sportlichen Niveaus für uns auch kein Selbstläufer ist.


Was bereitet Ihnen noch Kopfzerbrechen?

Wir stehen am Scheideweg, weil einige Leistungsträger um die 30 sind und wir jetzt versuchen müssen, die Talente aus der Region zu finden und fit für die kommenden Aufgaben zu machen. Leider gibt es in der näheren Umgebung keine
A-Jugend, die in der Verbandsliga spielt. Das ist für die Zukunft ein großes Problem. Hier ist auch der SVN gefordert.

Apropos Zukunft: Welche Pläne hat der Trainer Achim Züll?
Meinen Vertrag, der noch zwei Jahre läuft, werde ich auf jeden Fall erfüllen. Ich weiß, dass meine Arbeit hier nach wie vor geschätzt wird, auch wenn sich im 14. Jahr vielleicht die eine oder andere Verschleißerscheinung bemerkbar macht. Was anschließend kommt, hängt von meiner beruflichen Situation und natürlich auch der Familie ab.

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Quelle: Fupa.net

„Es gibt keinen Grund zu wechseln“

Oliver Manteuffel fühlt sich in Nierfeld wohl und bleibt auch im Falle eines Abstiegs. Im Interview spricht der langjährige Nierfelder über die Qualität im Kader und die Vorzüge des Klubs. Er lobt Vorstand, Umfeld und Zuschauer.

Herr Manteuffel, dem ersten Aufstieg des SV Nierfeld in die Fußball-Mittelrheinliga 2012 folgte der sofortige Abstieg. Ihr Team schaffte zwar ein Jahr später den direkten Wiederaufstieg, steht nun aber erneut vor dem Gang in die Landesliga. Wie groß ist Ihre Enttäuschung als Spieler?

Oliver Manteuffel: Im ersten Mittelrheinliga-Jahr hatten wir wirklich eine realistische Chance auf den Klassenerhalt und waren es am Ende einfach selbst schuld. Wir hatten anfangs fleißig gepunktet, konnten den Deckel aber nicht draufmachen. In dieser Spielzeit ist das Niveau deutlich höher. Wir wussten, dass es erneut sehr schwer werden würde, hatten uns allerdings schon wesentlich mehr ausgerechnet. Wir stehen acht Spieltage vor Schluss mit nur zwölf Punkten ziemlich abgeschlagen auf dem vorletzten Platz — das tut schon weh.

Was haben die Gegner Ihrer Mannschaft denn voraus?

Manteuffel: Wir haben viele Partien durchaus offen gestalten können und hatten oft sogar die größeren Spielanteile. In den entscheidenden Momenten fehlte uns aber einfach die Cleverness. Die meisten Spieler sind eben noch sehr jung. Hinzu kommt, dass wir zu wenige Tore schießen — obwohl wir in der Regel viele Chancen haben.

Hat Ihr Team überhaupt die Qualität, um in dieser Liga zu bestehen?

Manteuffel: Das denke ich schon. Uns fehlt aber die Breite im Kader. Wir sind nicht in der Lage, Ausfälle zu kompensieren. Wenn man von der Bank nicht nachlegen kann, wird es problematisch.

Der SV Nierfeld stand von Beginn an im Tabellenkeller. Da muss doch unweigerlich Frust aufkommen?

Manteuffel: Natürlich schlägt das auf die Stimmung. Aber wir haben es bislang immer geschafft, uns selbst zu motivieren. Außerdem haben wir eine Verpflichtung gegenüber unseren treuen Anhängern, die uns auch auswärts immer zahlreich unterstützen. Allein aus diesem Grund wollen wir in den verbleibenden acht Spielen noch einmal alles investieren.

Ihr Trainer Achim Züll plant bereits seit längerem für die Landesliga. Wie sieht es denn mit Ihnen aus?

Manteuffel: Ich habe bereits vor Weihnachten für die kommende Saison zugesagt, weil ich ein Zeichen setzen wollte. Mittlerweile steht fest, dass das Gros des Teams zusammenbleibt. Wir werden also in der Landesliga eine schlagkräftige Mannschaft stellen und versuchen, oben mitzuspielen — und zwar mit möglichst vielen Spielern aus der Region. Das erhöht die Identifikation mit dem Verein.

Haben Sie nie einen Wechsel in Erwägung gezogen, um auch künftig in der Fußball-Mittelrheinliga zu spielen?

Manteuffel: Wichtig ist in erster Linie, dass es Spaß macht. Und das ist hier in Nierfeld der Fall. Der Verein ist hervorragend geführt, das Umfeld ist top und wir haben immer sehr viele Zuschauer bei unseren Heimspielen. Dazu kommt die tolle Kameradschaft und die Tatsache, dass ich von meinem Wohnort Heimbach nur zehn Minuten zum Training fahren muss. Es gibt also für mich keinen Grund zu wechseln. Außerdem bin ich mit 30 Jahren auch nicht mehr der Jüngste.

Hinzu kommt, dass Sie sich bereits viermal den Mittelfuß gebrochen haben — dreimal rechts und einmal links. Beeinträchtigt Sie dies heute noch?

Manteuffel: Nein, alle Brüche sind sehr gut verheilt. Damit habe ich keine Probleme mehr. Ich fühle mich richtig fit. Solange dies der Fall ist, werde ich auch weiterspielen.

Zur Person

Oliver Manteuffel (30) spielte in der Jugend für seinen Heimatverein SSV Heimbach, für den FC Düren-Niederau und TSV Alemannia Aachen. Als Senior wechselte er dann zum SV Sötenich und spielte anschließend für den VfL Rheinbach und SC Brühl. Mit Nierfeld bestreitet Manteuffel, der im Autohaus seiner Eltern arbeitet, nun bereits seine vierte Saison.

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