Interview der Rundschau mit Achim Züll zur aktuellen Lage

presseQuelle: Kölnische Rundschau

 

„Eine Frechheit dem Verein gegenüber“
Dirk Scheer wird im Auswärtsspiel bei Hilal Maroc Bergheim Nierfelder Tor hüten

War das letzte Spiel die schwärzeste Stunde in Ihrer Trainerkarriere?

Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich so etwas in dieser Form noch nicht erlebt habe. Das war totale Arbeitsverweigerung und eine Frechheit den Zuschauern, dem Verein und auch dem Gegner gegenüber. Gerade die gestandenen Spieler haben mich bitter enttäuscht.

Haben Sie schon eine Erklärung für das Debakel gefunden?

Ich bin noch immer ziemlich sprachlos, denn eigentlich hatten wir vorher gut trainiert. Natürlich spielen unsere vielen Ausfälle eine Rolle. Hinzu kommt, dass wir am Sonntag die dritte Rote Karte innerhalb kürzester Zeit kassiert haben. Früher sind wir immer eine, wenn nicht sogar die fairste Mannschaft der Liga gewesen.

Die Nerven scheinen ein wenig blank zu liegen. Was hat die Gesamtsituation im Klub mit der jüngsten Niederlage zu tun?

Das ist schwer zu analysieren. Es ist zurzeit leider so, dass sehr viele Dinge auf einmal passiert sind, die alle nicht zur Beruhigung der Lage beigetragen haben. Die Tatsache, dass wir regelmäßig Leute an die Zweite abgeben müssen, ist da nur ein Beispiel.

Welche Schritte können Sie als Trainer einleiten, damit Besserung einkehrt?

Ich kann nur dafür sorgen, dass die Jungs ihre Augen aufmachen und an die Ehre jedes Einzelnen appellieren, sich in Zukunft nicht mehr so einfach abschlachten zu lassen. Da von einem harten Konkurrenzkampf momentan kaum zu reden ist, sind meine Möglichkeiten begrenzt. Großartig Druck aufzubauen hätte jetzt keinen Sinn, da mir die Alternativen fehlen.

Dies gilt nach den Platzverweisen für Pierre Fromm und Kevin Weiler nun auch für die Torhüterposition. Was heißt dies für Dirk Scheer, der ja auch die Reserve betreut?

Er wird bei unserer wichtigen Auswärtspartie gegen Hilal Maroc Bergheim zwischen den Pfosten stehen, das steht fest. Willi Küpper fährt dafür als Verantwortlicher mit der Zweiten zum Spiel nach Hürth.

Wie groß ist die Gefahr, dass auch die Landesliga-Elf in eine sportliche Krise gerät?

Wir müssen uns ernsthaft Gedanken machen, damit wir nicht in den Abstiegskampf rutschen. Dies war jetzt bereits die zweite ganz schwache Vorstellung. Wenn es so weiter geht, bekommen wir Riesenprobleme. Die 20-Punkte-Marke sollten wir zügig überschreiten, dann kann man sich in der Winterpause neu positionieren.

Mit 0:11 unterlag der SV Nierfeld zuletzt in der Meisterschaft und blamierte sich nach dem Aus im FVM-Pokal erneut. Mit Coach Achim Züll sprach Markus Brackhagen.

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